Diese Spielanleitung wurde in der Praxis entwickelt und wird seit Jahren mit großem Erfolg durchgeführt.
Inhalte der Musik &des Spiels:
Rhythmustraining,Bewegung nach Musik,Singen,Förderung der Gruppenbildung
Mögliche Einsatzbereiche:
Das Lied passt besonders in Phasen des Neubeginns und des Beendens. Es sind Phasen in denen die Kinder und die Erwachsenen merken,dass die Kinder größer und älter werden,z.B.:vor dem Ende der Kindergartenzeit oder zum Ende des Schuljahres. Dessen ungeachtet bringt das Lied und das Spiel den Kindern Spaß.
WAS BRAUCHT MAN FÜR DAS SPIEL:
Instrumente:Klanghölzer,Trommel
Wenn Sie sich unsicher fühlen beim Singen,können Sie die CD als Hilfsmittel benutzen. Hier finden Sie sowohl eine Version mit Gesang,wie eine Version ohne Gesang
(für zusätzliche Varianten des Spiels braucht man entweder ein Becken,eine Triangel,eine Klangschale,ein Vibratone,oder,oder…Statt Trommel kann man auch Klavier oder Gitarre nehmen)
Es wird Platz zum Bewegen (herumlaufen) benötigt.
SPIELBESCHREIBUNG:
Die Kinder stehen im Kreis. Der Lehrer verteilt die Klanghölzer.
A:Tiere und Gegenstände mit Klanghölzern vormachen / nachmachen:
Am Anfang soll die Phantasie der Kinder angeregt werden. Eine lustige,positive Stimmung zwischen Lehrer und Kindern soll entstehen.
Der Lehrer fragt nun,was man mit den Klanghölzern machen kann und fängt dabei gleich an etwas vorzumachen:Er legt sich die Klanghölzer als Hörner an den Kopf und macht ‚Muh’ dazu. Dann wird die Frage gestellt,was man noch damit machen könne. z.B.:lange Nase (Pinocchio),Hundeschlappohren,Walrosszähne (Säbelzahntiger),Kaninchenohren,Vogelschnabel…Schwert,Pistole,Hammer und Nagel…
Wenn Zeit ist,kann jedes Kind etwas vormachen – es geht im Kreis der Reihe nach. Die anderen Kinder müssen es nachmachen. Das Vormachen und Nachmachen der Bewegungen wird später auf das Wiederholen musikalischer Strukturen übertragen.
B:Marienkäferchen zeigen / mit den Klanghölzern den Grundschlag klopfen:
Zum Schluss zeigt der Lehrer,dass man mit den Klanghölzern auch Flügel machen kann (Klanghölzer am Rücken / Nierengegend mit den Händen halten und schnell hin und her wackeln). Es wird erklärt,dass das ein kleines Marienkäferchen ist. Noch wird nicht verraten,dass später auf diese Weise die Kinder durch den Raum laufen,wie fliegende Marienkäferchen.
Jetzt fängt der Lehrer an,das Metrum (den Grundschlag) des Liedes zu klopfen (gleichmäßige Viertel im vierer Takt) und sagt,dass man mit den Klanghölzern auch Musik machen kann. Die Kinder werden aufgefordert das Gleiche zu klopfen. Wenn die Kinder nicht alle der Anweisung folgen,dann kann der Lehrer zusätzlich die geklopften Viertel im vierer Takt singen,z.B. auf Plapp,Plapp,Plapp,Plapp. Die Kinder machen ihn nach.
Später kann man an dieser Stelle noch eine Erweiterung (Rhythmustraining) einbauen:
Erweiterungen zu B / mit den Klanghölzern Rhythmen nachklopfen:
Die Kinder sitzen im Kreis. Der Lehrer klopft Rhythmen auf der Trommel vor,die Kinder machen ihn nach. Einfache,kurze (eintaktige) Rhythmen – dazu laut,leise gespielt. Und nicht vergessen:immer lustig dabei bleiben,damit alle Spaß an der Sache haben.
Zum Lustigsein kann der Lehrer folgendes machen:die Rhythmen werden vom Lehrer mit einer deutlichen Bewegung gemacht. Hierbei macht der Lehrer aber plötzlich eine Bewegung,als ob er wieder die Trommel schlagen will,aber er macht kein Schlag auf die Trommel (es gibt kein Ton). Da die Kinder im Nachmachen vertieft sind,klopfen sie auf den tonlosen Luftschlag des Lehrers einen Ton und lachen natürlich. Der Lehrer sagt den Kindern,wenn er nur in der Luft die Bewegung ohne Ton macht,dann darf man auch keinen Ton machen,sondern soll das eben auch nachmachen:in der Luft nur die Bewegungen machen,ohne einen Ton und zwar die gleichen Bewegungen wie der Lehrer.
Die Luftschläge und die echten Tonschläge werden vom Lehrer abwechselnd gemacht,so dass man nicht weiß was kommt (nur die Bewegung oder auch der Ton dazu). Dadurch wird die Spannung für die Kinder gehalten und sie müssen sehr aufpassen. Die Kinder sind gespannt und konzentriert. Dabei wird gerne gelacht,da oft die Kinder den Luftschlag verpassen und ein Ton machen. Hier können auch Luftbewegungen mit gespielten Tönen kombiniert werden. Zum Lustigsein geht man vom Klopfen und von den ‚als – ob – Klopfbewegungen’ zum Vormachen von allen möglichen Sachen,z.B. mit dem Schlägel in der Luft wedeln oder wie oben bei A ( Kuhhörner,oder Hammer und Nagel usw.)…
Später wenn die Kinder das Spiel kennen,kann auch ein Kind die Rolle des Lehrers übernehmen. Das Kind macht vor,die Gruppe macht nach.
Da es immer schüchterne Kinder gibt und Kinder,die mit Musik noch wenig Erfahrungen haben,ist die lustige Atmosphäre,sowie das Anregen der Phantasie (Vormachen von Luftschlägen und Tieren sonstigen Dingen) sehr hilfreich.
C:Erste Strophe Vorsingen / Nachsingen:
Während alle die Vierteln klopfen,fängt der Lehrer plötzlich an die erste Strophe zu singen:
Bin ich einmal groß,
spring ich von deinem Schoß.
Ich lass dich einfach los,
ich spring von deinem Schoß.
Wenn die Kinder zuhören eventuell die zweite Strophe noch dazu:
Vielleicht geh ich nach Amerika
und tanze mit den Indianern da.
Vielleicht geh ich nach Amerland
und mache mich als Clown bekannt.
Die Vierteln werden während der ganzen Zeit weiter ununterbrochen geklopft. Der Lehrer soll die Kinder dazu animieren und auffordern mit dem Klopfen nicht aufzuhören.
Jetzt werden die Kinder aufgefordert mitzusingen. Der Lehrer beschränkt sich jetzt darauf,nur eine Zeile zu singen (2 Takte = Bin ich einmal groß),sie wird immer wieder wiederholt,bis die Kinder anfangen mitzusingen. Nach dem Muster kommt die zweite Zeile dazu (spring ich von deinem Schoß). Dann zweite und erste Zeile zusammen Bin ich einmal groß,spring ich von deinem Schoß –immer wieder wiederholen bis viele Kinder mitsingen.
Wenn es noch nicht langweilig geworden ist und die Kinder noch mitmachen,lernt man noch 3 und 4 Zeile (Ich lass dich einfach los,ich spring von deinem Schoß )– nach gleichem Muster wie oben.
Ansonsten kommt der nächste Schritt des Spiels.
D:Marienkäferchengeschichte / Marienkäferchen fliegen durch die Luft – das Spiel:
Der Lehrer zeigt wieder die Flügelchen der Marienkäferchen und erzählt von den kleinen Marienkäferchen. Jetzt klopft keiner mehr – alle sollen ruhig sein,wir stehen nicht mehr im Kreis,jetzt sitzen wir im Kreis.
E:Die kurze Geschichte vom Marienkäferchen:
Es gab einmal ein Marienkäferchenbaby. Am Anfang war es nur bei der Mama im Nestchen und konnte noch nicht fliegen. Aus dem Baby wurde mit der Zeit ein Marienkäferchenkind. Im Frühling sagte die Mama zu dem Kind:‚Nun sind deine Flügel groß genug,es ist auch warm genug draußen,du kannst jetzt draußen fliegen lernen.’ Das Marienkäferchen lernte schnell fliegen und von nun an spielte es immer draußen mit anderen Kindern. Es flog hier hin und dahin,schaute sich die Welt an. Es kam nur noch zum Essen nach Hause.
F:Kinder stehen im Kreis,klopfen und singen das Lied:
Jetzt erklärt der Lehrer den Kindern das Spiel. Wenn der Lehrer die Viertel im Tempo des Liedes ‚Bin ich einmal groß’ auf der Trommel trommelt,dann stehen alle Kinder beim Lehrer im Kreis,klopfen das Metrum mit und singen das Lied.
G:Kinder fliegen (=laufen) herum:
Wenn der Lehrer schnell auf der Trommel trommelt und dazu singt ‚Die Marienkäferchen fliegen durch die Luft’ (oder mit Lauter Stimme es immer wieder sagt),dann laufen alle durch den Raum und machen Flügelchen am Rücken.
Die Teile F und G sollen im Wechsel durchgeführt werden. Der Wechsel von G nach F wird den Kindern dadurch deutlich gemacht,dass der Lehrer wieder die Viertel im Tempo des Liedes spielt.
Man kann auch zwischendurch die Erweiterungen zu B / mit den Klanghölzern Rhythmen nachklopfen hier einbauen.
ERWEITERUNGEN ZU F UND G:
Folgendes kann in dem Teil,in dem die Kinder fliegende Marienkäferchen machen,eingebaut werden:
-Stopptanz (wenn der Lehrer nicht trommelt müssen alle stehen bleiben und dürfen sich nicht bewegen)
-Ruhephase / Schlafen (auf ein Klangzeichen,z.B. Becken,Klangschale,Vibratone…müssen die Kinder sich hinlegen und ruhig sein – die Marienkäferchen schlafen)
- schnell und langsam laufen,zur Musik passend laufen (der Lehrer trommelt verschiedene Rhythmen laut und leise – die Kinder müssen sie in Bewegung umsetzen – hier muss der Lehrer spontan schauen,worauf und wie die Kinder reagieren – dementsprechend das Trommeln gestalten – es geht darum,dass die Kinder ihre Art sich zu bewegen,je nach Musik deutlich verändern – es entsteht eine Kommunikation zwischen Spieler und den Tänzern)
Der Stopptanz und die Ruhephase können auch bei F:Kinder stehen im Kreis,klopfen und singen das Lied eingebaut werden.
ERWEITERUNGEN MIT ANDEREN INSTRUMENTEN
DIE DER LEHRER SPIELT:
Das ganze Spiel mit allen Erweiterungen kann auch statt mit der Trommel auf der Gitarre,dem Klavier,dem Vibraphone…gemacht werden (bei den Teilen: F: Kinder stehen im Kreis,klopfen und singen das Lied und G: Kinder fliegen (=laufen) herum).
Beispiel am Klavier:
der Lehrer improvisiert auf schwarzen Tasten und singt ‚Die Marienkäferchen fliegen durch die Luft’. (Anmerkung des Urhebers:‚Wenn ich mal Zeit habe,schreibe ich meine Melodie dazu auf oder nehme sie auf’). Stopptanz,Ruhephase,zur Musik passend laufen – all das kann auf dem Klavier durch Improvisation dargestellt werden. Wenn das Klavier das F-Dur in Vierteln spielt,müssen alle Kinder zum Lehrer kommen (Kinder stehen im Kreis,klopfen und singen das Lied).
Je länger oder öfter das Spiel gespielt wird,um so mehr Strophen werden eingebaut ( bei F:Kinder stehen im Kreis,klopfen und singen das Lied),bis die Kinder das ganze Lied singen können.
Vertiefung:
Bei der Wiederholung des Spiels oder weiterer Beschäftigung mit der Thematik kann das Lied von CD gehört werden.
