Geschichten – Persien: Wie Vater und Sohn lernten, ihren eigenen Weg zu gehen (mit Podcast)

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Thema: Den eigenen Weg gehen / sich nicht abbringen lassen

Musik:
Hörprobe “Zauberkoffer”

Dieses Lied findet ihr auf der CD “Zauberkoffer”. Zum Shop >>

Hörbuch: Wie Vater und Sohn lernten, ihren eigenen Weg zu gehen


Mitmach-Aktion:

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Geschichte & Ausmalbilder:

Wie Vater und Sohn lernten, ihren eigenen Weg zu gehen

Eine arabische Geschichte über Selbstachtung, Ehrlichkeit und Mut.

An einem heißen Sommertag gingen ein Vater, sein Sohn und ein Esel durch die engen Gassen einer hübschen persischen Stadt. Die Sonne brannte und auf den sandigen Wegen wirbelte bei jedem Schritt der Staub auf. Der Vater ritt auf dem Esel und der Junge ging nebenher. Da rief ein Vorbeigehender erzürnt: „Schaut euch diesen faulen Vater an! Der Junge hat doch viel kürzere Beine und wird vom Laufen schneller müde.“

Der Vater dachte darüber nach und ließ nun seinen Sohn auf dem Esel reiten, während er selbst daneben herging. Kaum waren sie ein paar Meter weitergegangen, kam eine alte Frau vorbei und schimpfte auf den Vater: „Wie kann man nur sein Kind so verwöhnen. Der Junge sitzt wie ein Sultan auf dem Esel und der alte Vater muss laufen!“

Das war dem Jungen unangenehm. Er bat seinen Vater sich hinter ihm auf den Esel zu setzen. Bald darauf kam ihnen ein Mann entgegen. Dieser regte sich furchtbar auf: „Was für eine Tierquälerei! Der arme Esel muss mit seinen dünnen Beinchen zwei Menschen tragen. Das ist doch viel zu schwer für das Tier!“

Ohne ein Wort zu sagen, stiegen Vater und Sohn ab und nahmen den Esel in ihre Mitte. Doch kaum waren sie um die nächste Ecke gebogen, ging es wieder los. Ein Fremder kam daher und machte sich sogleich über sie lustig: „Solche Idioten! Haben einen Esel und führen ihn spazieren statt auf ihm zu reiten. Vielleicht sollten sie sich lieber ein Hündchen kaufen.“

Der Vater gab dem Esel zu trinken und legte dann die Hand auf die Schulter seines Sohnes. „Egal, was wir machen”, sagte er, „es gibt immer jemanden, der damit nicht einverstanden ist. Ab jetzt tun wir das, was wir selber für richtig halten!” Der Sohn nickte zustimmend, setzte sich rückwärts auf seinen Esel und amüsierte sich prächtig über die mürrischen Kommentare seiner Mitmenschen.

Aus dieser Geschichte kann man lernen:
Es ist nicht wichtig und auch gar nicht möglich, dass alle anderen toll finden, was du machst. Vielmehr muss jeder selbst überlegen, was für ihn richtig ist und seine eigenen Entscheidungen treffen.  Hat man das getan, sollte man sich nicht so schnell durch die Meinungen der anderen von seinem Weg abbringen lassen.


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