Geschichten – Der Baobab-Baum (mit Podcast)

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Geschichte:

Der Baobab-Baum (Affenbrotbaum)

Mitten in den Regenwäldern Afrikas erschuf Gott vor ewigen Zeiten den Baobab-Baum. Bei uns nennt man ihn auch Affenbrotbaum, weil die Affen seine Früchte so gerne mögen. Doch der Baum war nicht zufrieden mit der feuchten und sumpfigen Umgebung. Er jammerte Tag für Tag und beschwerte sich über die Nässe. „Ich werde noch verschimmeln und sterben in dieser ewigen Feuchtigkeit. Ich bin viel zu empfindlich für so ein raues Wetter. Das kann ich nicht aushalten.“ 

Gott war sehr mitfühlend und großzügig. So zeigte er Erbarmen mit dem Baobab-Baum und setzte ihn auf einen Berg. Dort stand der prächtige Baum hoch erhoben über dem Tal. Doch wieder begann der Baum zu maulen: „Bei diesem Wind hier oben, brechen meine Zweige ab. Den ganzen Tag saust es um mich herum. Das macht mich ganz verrückt. Ich ertrage das nicht.“ 

„Also gut“, sagte Gott ,,dann will ich dir ein windstilles und nicht zu feuchtes Plätzchen suchen.“ Zufrieden räkelte sich der schöne Baum in seiner neuen Umgebung. Ein sanfter Wind umspielte seine Blätter und der Boden war ideal für seine Bedürfnisse. So schaute er sich an und dachte: „Aber meine Blüten, die sind wirklich langweilig und wenig anziehend. „Lieber Gott,“ jammerte der Baum „Schenk mir doch bitte eine besondere Blüte, das würde mich so glücklich machen.“ 

Wieder entsprach Gott dem Wunsch des Baumes. Er wollte inzwischen sehen, wie weit der Baum es noch treiben würde mit seinen Wünschen und ob es am Ende gelingen würde, ihn wirklich glücklich zu machen. Ein schönes Plätzchen hatte er, seine Blüten waren von sagenhafter Schönheit und so strahlte er vor Zufriedenheit. 

Doch später im Jahr, als all die Bäume um ihn herum Früchte trugen, fiel ihm mit Entsetzen auf, dass er selbst nur winzige, ungenießbare braune Früchte hatte. „So eine Schande.“ Der arme Baum weinte vor Scham. „So kann ich mich doch nicht blicken lassen. Oh wie gerne hätte ich große schmackhafte Früchte, die von meinen Zweigen baumeln und mich schmücken. Lieber Gott, das wäre doch auch eine gute Nahrung für die Menschen.“ „Also gut,“ sprach der liebe Gott. „Ich will hoffen, dass du dabei wirklich auch an die Menschen denkst.“ 

Mit seinen wunderschönen prallen Früchten stand der Baobab in der roten Sonne Afrikas und genoss sein Leben. Er beschwerte sich nicht, als die Menschen kamen und die Früchte ernteten. Dankbar nahm er zur Kenntnis, dass seine Früchte sogar eine heilende Wirkung hatten. Doch als er dann so dastand, nur mit seinen Blättern bekleidet, schaute er sich diese genauer an. Er hatte ganz gewöhnliche, grüne Blätter! Sogar kleiner als die des Nachbarbaumes! Da wurde er sehr traurig und kam ins Grübeln. 

„Was hast du denn, dass du deine Zweige so hängen lässt?“ fragte Gott mitfühlend wie er war. „Ach Gott“ jammerte der Baum „Mir gefallen meine Blätter so gar nicht. Könntest du sie nicht ein wenig größer machen und ihnen einen goldenen Glanz verleihen, in dem sich die Sonne spiegelt?“  

Jetzt war Gott sicher, dass der Baum niemals zufrieden sein würde. So viel Undankbarkeit konnte er dem Baum nicht durchgehen lassen. Er packte den Baobab und warf ihn in hohem Bogen in eine trockene, ausgedorrte Landschaft. Der Baum wirbelte durch die Luft und landete mit der Krone voran im staubtrockenen Sandboden. Seine Wurzeln aber ragten als wirre Krone in den heißen Himmel Afrikas. „Du wolltest besonders sein?“, schallte Gott. „So jetzt bist du der einzige Baum in der Welt, der verkehrt herum wächst“. Dann ergänzte er mit milderer Stimme: „Du sollst jedoch die Chance bekommen, Demut zu erlernen. So lasse ich dir deine schönen Blüten und kostbaren Früchte. Teile sie mit den Menschen und sei dankbar für jeden Tag, an dem du etwas geben kannst.“ 

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Mitmach-Aktion:

Ob man es dem Baobab Baum jemals hätte Recht machen können, werden wir wohl nicht erfahren. Aber wir können selbst einen Baum basteln, der alles hat, was ein Baum haben kann: Blüten, Früchte, Laub und Schnee.

Bastelt mit uns einen schönen Jahreszeitenbaum.

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