Kindergeschichte, Ostergeschichte, Geschichte für Kinder, Gute-Nacht-Geschichte, Erzählgeschichte, Geschichten zum Vorlesen

Thema: Ostern, Ostereier, Küken
Enthalten:
  • Geschichte (Text mit Bildern)
  • Video
  • Hörbuch (MP3)
  • Ausmalbilder
  • 2 Bastelideen (Osterhase und Bommelküken)

Video & Hörbuch:

Geschichte:

Das kleine Küken, das nichts wusste

Das kleine Küken Mira wurde kurz vor Ostern geboren. Ihre Eltern hatten sie täglich umsorgt und waren immer zur Stelle, wenn ihr etwas fehlte. Sie war es gewohnt, immer im Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit zu stehen.

Doch kurz vor Ostern änderte sich plötzlich alles. Mira bekam ihre Eltern kaum noch zu Gesicht und war ständig bei ihren Großeltern, welche ihr aber nicht die Aufmerksamkeit schenkten, welche sie wollte. Wenn sie etwas zu erzählen hatte, sagte die Großmutter: „Nicht jetzt, hilf mir lieber mal eben beim Abwaschen.“

Einmal war Mira sehr stolz darauf, dass sie gelernt hatte auf den untersten Ast des Flieders zu fliegen. Doch ihre Mutter schaute gar nicht richtig zu und hatte keine Zeit. Abends sollte sie jetzt alleine ihren Schnabel putzen und bekam nur noch ein Lied zum Einschlafen vorgesungen.

Mira war sehr traurig und dachte, dass sie keiner mehr mag. Sie wollte nicht einmal mehr mit den anderen Küken spielen. Alles, woran sie dachte, war, wie sie die Aufmerksamkeit ihrer Eltern zurückgewinnen konnte. Sie fing an, den Tagesablauf ihrer Eltern zu beobachten und stellte sich ihnen wo es nur ging in den Weg. Sie hüpfte und flatterte vor ihren Augen herum, so hoch sie konnte. Sie gackerte so laut es nur ging. Ganz nach dem Motto „Hier bin ich, seht mich an“.

Einmal hatte ihre Mutter dabei drei frisch gelegte Eier zerbrochen, weil sie fast über Mira gestolpert wäre, welche ihr direkt vor die Füße gesprungen war. Mira konnte den Ärger ihrer Mutter nicht verstehen. Im Gegenteil sie war selbst noch verärgert darüber, dass ihre Mutter sie nicht verstand und ihr kaum noch Beachtung schenkte.

Am Tag vor Ostern kam ihre Großmutter herbei, nahm Mira wortlos bei der Hand und führte sie zu einem Gebäude, in dem Miras Eltern immer verschwanden. Sie selbst hatte es aber noch nie geschafft, sich dort hineinzuschleichen.

Mit einem Ruck zog ihre Großmutter sie zur Seite, als ein Huhn mit frischen Eiern herbeigeeilt kam. „Wenn du dich benimmst, wirst du bald merken wie wunderbar diese Tage sind“, sprach ihre Großmutter in einem freundlichen aber auch strengen Ton. Mira dachte jedoch nur daran, da drin ihre Eltern zu finden und dafür zu sorgen, dass alles wieder wie früher wird. „Diese Tage sind bislang die schlimmsten meines Lebens, wie sollen sie also jemals wunderbar werden?,“ dachte sie. Mira nickte jedoch freundlich damit ihre Großmutter keinen Verdacht schöpfte und versprach somit, sich zu benehmen.Die zusammengekniffenen Augen ihrer Großmutter verrieten jedoch, dass sie es sich besser dreimal überlegen sollte heute wieder Ärger zu verursachen.

Trotzdem noch fest entschlossen, die Aufmerksamkeit ihrer Eltern schnellstmöglich zurückzugewinnen, betrat sie mit ihrer Großmutter das Gebäude. Mira wollte sofort losrennen und ihre Eltern suchen. Doch als sie das Innere des Gebäudes sah, kam sie aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dort standen riesige Farbtöpfe, in die Eier getaucht wurden und zu beiden Seiten saßen Hähne und Hennen, welche mit Pinseln Eier in den schönsten Farben und Mustern bemalten.

Am nächsten Morgen war sie als erste wach und wollte gleich aus dem Haus. Doch ihre Großmutter hatte in weiser Voraussicht schon die Haustür abgeschlossen. Für einen kurzen Moment überlegte Mira, ob sie nicht versuchen sollte, durch eines der Fenster zu fliegen. Doch dann fiel ihr wieder der wütende Gesichtsausdruck ihrer Mutter über die zerbrochenen Eier ein und sie ließ es lieber bleiben. Ungeduldig zappelnd wartete sie am Esstisch bis ihre Großmutter wach war. Das Frühstück hatte sie noch nie so schnell hinuntergeschlungen. Genutzt hatte es allerdings nichts, denn ihre Großmutter ließ sich wie immer viel Zeit beim Frühstücken. Mira platzte schon fast vor Ungeduld, aber sie wartete brav weiter bis alle vom Tisch aufgestanden waren. Endlich erbarmte ihre Großmutter sich und schloss die Haustür
auf.

Draußen herrschte ein reges Treiben. Überall waren große, behaarte Tiere mit langen Ohren, welche Mira noch nie gesehen hatte. „Hasen“, sagte ihre Großmutter, noch ehe Mira fragen
konnte „Genauer gesagt Osterhasen“. Sie nahm Mira bei der Hand und führte sie zu dem Gebäude, in dem die Eier bemalt wurden. Wo weiter vorne noch ein heilloses Chaos an Hasen und Hühnern herrschte, war hier eine Ordnung zu sehen, die Mira mehr als erstaunte. Die Hühner reichten die Eier in Reih und Glied nach draußen und befüllten die Körbe der Hasen, welche sich auch in einer geordneten Reihe aufgestellt hatten. Völlig gebannt von dieser reibungslosen Zusammenarbeit stand Mira einfach nur mit offenem Mund da und kam nicht mehr aus dem Staunen heraus.

Erst als ihre Großmutter sie leicht am Arm zog, wachte sie aus ihrer Starre auf und folgte dieser in die nahe gelegenen Büsche. Dort konnte sie zwei Hasen beobachten, welche gerade ein Nest befüllten. Ihre Oma drückte sie ein wenig mehr auf die Seite, so dass beide das Nest zwar noch sehen konnten, selbst aber gut versteckt waren. Ehe Mira fragen konnte, legte ihre Großmutter die Flügelspitze an den Schnabel „Psst,
Geduld“. Mira konnte es nicht fassen. Sie hatte den ganzen gestrigen Tag und die Nacht durch gewartet und jetzt ging das Ganze noch weiter. Doch als sie sah, wie geduldig ihre Großmutter dasaß, faste sie sich ein Herz und setzte sich ruhig daneben.

Mit einem Mal drangen laute Geräusche an ihr Ohr. Ihre Großmutter legte nur wieder lächelnd den Flügel vor den Schnabel und Mira verstand, dass sie noch etwas Geduld haben musste. Es war noch nicht an der Zeit. Die Geräusche um sie herum wurden mit einem Mal immer lauter, bis Mira es als Lachen erkennen konnte. „Ich habe etwas gefunden“, rief ein Wesen, das Mira keinem ihr bekannten Tier zuordnen konnte. „Menschenkinder“, flüsterte ihre Oma. „Zeig mal“, rief schon eine zweite Stimme. Mira konnte aus ihrem Versteck zusehen wie sich die zwei Kinder neben das Nest setzten, die Eier betrachteten und genüsslich eines nach dem anderen aufaßen. „Auf zum nächsten“, rief eines der Kinder und das andere lief lachend hinterher.

Miras Großmutter reichte ihr die Hand und wortlos gingen sie nach Hause. Dort angekommen, standen auch schon ihre Eltern vor dem Haus ihrer Großmutter und riefen den beiden entgegen „Wo wart ihr denn?“. Mira rannte den beiden entgegen, fasste jeden ihrer Elternteile bei der Hand und sagte lachend: „Nächstes Mal helfe ich euch beim Ostereier bemalen“.

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Bastel-Idee: Osterhase für Zuhause

Bastelt euch einen Osterhasen für Zuhause. Den könnt ihr euch aufhängen oder verschenken – wichtig ist, es macht euch Spaß.


Ihr braucht dafür folgende Dinge:
Schere, Klebestift, Stifte, Tonpapier (braun, rosa, weiß), etwas Watte

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Bastel-Idee: Bommelküken

Bastelt euch ein süßes Bommelküken für zu Hause. Super Geschenkidee für eure Lieben! Und das beste: Es macht ganz viel Spaß.


Ihr braucht dafür folgende Dinge:

Gelbe Wolle, Pappe für die Schablone, für den Bommel, den Schnabel und die Füße, einen Stift zum aufzeichnen, etwas roten und orangen Filz, eine Schere, Wackelaugen und Kleber.

ANLEITUNG Bommelküken | So geht es:

ANLEITUNG Bommel | So wird´s gemacht:

Druckt euch die Vorlage aus und schneidet die Ringe aus. Legt diese auf einen dicken Karton und malt sie nach; dann wieder ausschneiden. Ihr braucht zwei stabile, starke Pappringe.
Dann braucht ihr viele lange Wollbänder. Wickelt diese so lange und oft um die zwei Ringe herum, bis das Loch in der Mitte vollkommen verschlossen ist.

Wenn das Loch zu ist, schneidet ihr mit einer Schere die Wolle am Rand auf. Achtet darauf, dass die Wollfäden nicht durch das Loch rutschen.

Dann legt ihr einen Wollfaden zwischen den zwei Pappringen und knotet diesen zu. So werden die Fäden fest zusammengehalten.

Anschließend schneidet ihr die Pappringe durch und nehmt sie weg. Jetzt habt ihr eine Bommel. Diese könnt ihr noch etwas frisieren und gerade schneiden.

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